Institut

Radar- und Sensortechnologien für anspruchsvolle Anwendungen

Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR zählt zu den führenden europäischen Einrichtungen im Bereich Radar- und Sensorsysteme. Im Mittelpunkt stehen Technologien, die auch unter komplexen Bedingungen zuverlässige Informationen liefern – sei es in der Verteidigung und Sicherheit, im Weltraum oder in industriellen Anwendungen. Durch die Verbindung von Hochfrequenztechnik, moderner Sensorik und intelligenter Signalverarbeitung entstehen Systeme, die präzise Lagebilder ermöglichen und neue Handlungsspielräume eröffnen.

Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Das Institut begleitet Partner aus Industrie, Forschung und öffentlicher Hand von der ersten Idee bis hin zum einsatzreifen System. Die Bandbreite reicht von Studien und Beratung über die Entwicklung bis zur Realisierung von Prototypen und Nullserien. Der Fokus liegt dabei stets auf technologischer Reife, wirtschaftlicher Umsetzbarkeit und Zukunftsfähigkeit. Dadurch können Lösungen gemeinsam mit Auftraggebern effizient in marktfähige Produkte überführt werden.

Darüber hinaus bietet das Fraunhofer FHR transparente Einblicke in seine Struktur und Entwicklung: Informationen zur organisatorischen Aufstellung finden sich im Organigramm, während die Institutsgeschichte die langjährige Erfahrung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Hauses nachzeichnet.

Technologisches Know-how von Mikrowelle bis Terahertz

Die Forschungsarbeiten umfassen elektromagnetische Sensorik vom Mikrowellenbereich bis hin zu Frequenzen im unteren Terahertz-Spektrum. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf hochauflösenden, bildgebenden Verfahren sowie auf präziser Abstands- und Positionsbestimmung. Die entwickelten Systeme erreichen Auflösungen im Millimeterbereich und sind für anspruchsvolle Einsatzszenarien ausgelegt – etwa bei schlechten Sichtverhältnissen oder unter extremen Umweltbedingungen.

Radar- und Millimeterwellensensoren des Fraunhofer FHR arbeiten zuverlässig bei Rauch, Nebel oder hohen Temperaturen und sind dadurch Schlüsseltechnologien für sicherheitsrelevante Anwendungen ebenso wie für industrielle Prozesse. Gleichzeitig ermöglichen Fortschritte in Miniaturisierung und Digitalisierung den Einsatz in immer mehr Bereichen – von Navigation und Verkehr bis zur Qualitätssicherung und zerstörungsfreien Prüfung.

Interdisziplinär und anwendungsnah

Die Stärke des Fraunhofer FHR liegt in seiner interdisziplinären Aufstellung: Expertise aus Physik, Ingenieurwesen und Informatik fließt in ganzheitliche Lösungen ein. Technologien reichen von klassischen Hohlleitern bis hin zu hochintegrierten Silizium-Germanium-Chips mit Frequenzen bis zu 300 GHz. Diese Breite eröffnet vielfältige Möglichkeiten für individuelle Entwicklungsprojekte.

Langjährige Erfahrung – insbesondere in der Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung sowie mit industriellen Partnern – bildet die Grundlage für praxisnahe Innovationen. Mit über 400 Mitarbeitenden und einem jährlichen Gesamtvolumen von rund 48 Mio. € verfügt das Institut über eine leistungsfähige Infrastruktur und umfassende Entwicklungskapazitäten. Ergänzend dazu geben das Kuratorium Einblick in die strategische Begleitung des Instituts sowie die Verbünde einen Überblick über Kooperationen und Netzwerke, in denen das Fraunhofer FHR aktiv ist.

Gemeinsam Innovationen gestalten

Mit seinen Standorten in Wachtberg – bestehend aus dem Hauptsitz in Werthhoven sowie den Bereichen Villip I und Villip II – und der engen Anbindung an universitäre Forschungsumfelder an den Universitäten und Hochschulen in Aachen, Bochum, Siegen, Kassel und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist das Fraunhofer FHR in einer wissenschaftlich besonders dichten Region verankert. Diese räumliche und institutionelle Nähe ermöglicht es vielen Mitarbeitenden, ihre akademischen Aktivitäten direkt in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung einzubringen und so den kontinuierlichen Austausch zwischen Institut und Hochschulen zu stärken. Die Standorte fungieren damit nicht nur als Forschungszentren, sondern auch als Knotenpunkte für Kooperationen, Wissenstransfer und gemeinsame Innovationsprojekte.