Während sich drahtlose Netze in Richtung 6G entwickeln, rückt die Verschmelzung von Kommunikations- und Ortungsfunktionen innerhalb einer gemeinsamen Hardware- und spektralen Infrastruktur als eine der vielversprechendsten Forschungsrichtungen dieses Jahrzehnts in den Fokus. Joint Communication and Sensing (JCAS) ermöglicht es Geräten und Netzen, gleichzeitig Daten zu übertragen und umfassende Umgebungsinformationen aus demselben Signal zu extrahieren. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Lageerfassung, Automatisierung und sicherheitskritische Anwendungen.
Unsere JCAS-Forschung verfolgt zwei Richtungen:
In Hochmobilitätsszenarien wie im Zug, im Flugzeug, im Auto oder in der Satellitenkommunikation kämpfen herkömmliche Signalformen mit der Aufrechterhaltung zuverlässiger Verbindungen aufgrund der schnell veränderlichen Kanaleigenschaften. Wir erforschen fortschrittliche Signalverarbeitungstechniken und Signalformen der nächsten Generation, um nicht nur mit diesen anspruchsvollen Bedingungen umzugehen, sondern sie in eine Ortungsmöglichkeit zu verwandeln, die Geschwindigkeits- und Positionsinformationen extrahiert, die in diesen Anwendungen von großem Wert sind.
Auf der anderen Seite untersuchen wir, wie die bestehende und geplante 6G-Kommunikationsinfrastruktur für Umgebungsortung in städtischen und industriellen Umgebungen umgenutzt werden kann. Wir nutzen die höheren Frequenzbänder, die für 6G vorgesehen sind, und die Flexibilität von Campus-artigen privaten Netzen an industriellen Standorten, um Ortungsfähigkeiten für Anwendungen wie Drohnenerkennung und Standortautomatisierung zu untersuchen. Wir erreichen also mehr Sicherheit, ohne zusätzliche Sensorsysteme installieren zu müssen.
Unsere Arbeit deckt die gesamte Bandbreite ab – von der Signalverarbeitung und Algorithmenentwicklung bis hin zum Prototyping zur Erprobung mit echter Hardware. So überbrücken wir die Lücke zwischen theoretischer Erforschung und praktischer Demonstration. Kontaktieren Sie uns für Ihre zukünftige Lösung.