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  • © Fraunhofer FHR

    Abbildung 1: Darstellung der synthetischen Apertur (grün) aus Sicht des Mondes. In rot ist die relative Bewegung der TIRA-Antennenposition bezogen auf den Mond dargestellt.

    Zukunftssichere Weltraumlageerfassung mit Radar: Das Fraunhofer FHR hat die Signalverarbeitungssysteme des Zielverfolgungsradars der Großradaranlage TIRA weiterentwickelt und damit die Möglichkeiten radarbasierter Weltraumbeobachtung deutlich erweitert. Für erste Experimente mit dem neuen Instrument wurde ein besonderes Untersuchungsobjekt gewählt: der Mond. Das Ergebnis ist eine hochauflösende Radarabbildung der gesamten, von der Erde sichtbaren, Mondoberfläche.

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  • © Fraunhofer FHR

    Die Oberstufe 33500 war während der kompletten Kampagne stabil mit der Schubdüse zum Zenit ausgerichtet und zeigte nur eine schwache Taumelbewegung mit bis zu 2°. (Farbige Linien links unten: Zenitrichtung (blau), Flugrichtung (rot), Sonnenrichtung (gelb).

    Missionsunterstützung für Raumfahrtagenturen und Satellitenbetreiber: Als starker Partner für mehr Sicherheit im Orbit liefert das Fraunhofer FHR mit seinem in Europa einzigartigen Weltraumbeobachtungsradar TIRA unverzichtbare Radarbilder und präzise Analysen von Objekten für Missionen zur aktiven Beseitigung von Weltraumschrott (ADR) und zum Service im Orbit (OOS).

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  • Weltraumbeobachtungsradar TIRA Einblick (Fotomontage)
    © Fraunhofer FHR

    Weltraumbeobachtungsradar TIRA Einblick (Fotomontage)

    In Wachtberg bei Bonn betreibt das Fraunhofer FHR für das Bundesministerium der Verteidigung und die Bundesrepublik Deutschland die Großradaranlage TIRA (Tracking and Imaging Radar) als Experimentalsensor zur Weltraumbeobachtung. Mit seinen umfassenden Fähigkeiten zur Aufklärung der Weltraumlage mit Radar leistet TIRA einen wichtigen Beitrag zum Schutz der nationalen Infrastruktur im Weltraum. Ebenso bietet TIRA Missionsunterstützung für internationale Raumfahrtorganisationen und Satellitenbetreiber.

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  • © Fraunhofer FHR

    ISAR-Radarbild der zweiten Messung: Das Objekt war mehrere Meter groß, die runde Form eines Halbzylinders ist gut erkennbar.

    Mit der Analyse eines fragmentierten Trümmerobjekts im Orbit meisterte das Weltraumbeobachtungsradar TIRA eine ungewöhnliche Aufgabenstellung erfolgreich. Das Fraunhofer FHR konnte das Objekt detektieren, verfolgen und abbilden und lieferte dem Weltraumkommando der Bundeswehr mit dem ressortgemeinen Weltraumlagezentrum entscheidungsrelevante und operativ nutzbare Daten zum Zustand des Objekts und seines Umfelds.

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  • © ESA

    Künstlerische Darstellung des Umweltsatelliten ENVISAT.

    Das Weltraumbeobachtungsradar TIRA, kurz für Tracking und Imaging Radar, hat überraschende Daten zur Drehgeschwindigkeit des ausgedienten Umweltsatellit ENVISAT ermittelt. Dieser rotiert manövrierunfähig auf einer beliebten Umlaufbahn – mit abnehmender Geschwindigkeit, wie die Wissenschaftsgemeinde annahm. Messkampagnen mit TIRA zeigen hingegen: Die Rotation beschleunigt sich erneut. Die Ergebnisse sind insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Deorbiting-Mission relevant.

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  • © Fraunhofer FHR/ONERA

    Simultane mono- und bistatische ISAR-Bilder zu verschiedenen Zeitpunkten. Oben: Aufnahmen aus Sicht von TIRA. Unten: Aufnahmen aus Sicht der Empfangsstation PRISME von ONERA.

    Aussagekräftigere Bilder von Weltraumobjekten und verbesserte Schätzungen des Zustandes der herumschwebenden Trümmer: das ist das Ziel einer Forschungsstudie am Fraunhofer FHR. Das Weltraumbeobachtungsradar TIRA (Tracking und Imaging Radar) wird darin von einem monostatischen System zu einem experimentellen multistatischen Netzwerk erweitert.

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  • © Fraunhofer FHR

    Radaraufnahmen von Aeolus, aufgenommen mit dem Weltraumbeobachtungsradar TIRA. Während des assistierten Wiedereintritts des ESA-Satelliten unterstützte das Fraunhofer FHR die ESA und das Deutsche Weltraumlagezentrum mit den bildgebenden Fähigkeiten von TIRA. Die Bilder zeigen Aeolus während seiner letzten Umlaufbahnen der Erde. Die von der Bildmitte ausgehenden vertikalen Reflexionen werden durch Mehrfachreflexionen in der Teleskopkavität des ALADIN-Instruments verursacht.

    Mit Aeolus hat die ESA erstmalig den assistierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eines Satelliten durchgeführt, der nicht für solche Manöver konzipiert wurde. Im Auftrag des eng mit der ESA kooperierenden Weltraumlagezentrums bot das Weltraumbeobachtungsradar TIRA entscheidende Missionsunterstützung durch zeitkritische Trackingdaten und hochauflösende Radaraufnahmen zur Vorbereitung und Durchführung des Wiedereintritts sowie für künftige Vorhaben.

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  • Die Großradaranlage TIRA (Tracking and Imaging Radar) des Fraunhofer FHR ist wichtiger Bestandteil der deutschen Weltraumaufklärung. Im Projekt WRIS (Weltraumidentifizierungssensor) unterstützt TIRA das Weltraumkommando der Bundeswehr im resortgemeinsamen Weltraumlagezentrum (WRLageZ) mit Sitz in Uedem. Typische Aufgaben sind die Begleitung neuer Systeme in Erdumlaufbahnen, die Anfertigung präziser technischer Analysen operationeller oder ausgefallender Satelliten und die Überwachung des Wiedereintritts kritischer Weltraumobjekte. Damit trägt TIRA wesentlich dazu bei, sicherheitsrelevante Entscheidungen im orbitalen Umfeld fundiert und zeitkritisch treffen zu können.

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