Internationales Radar Symposium IRS feiert 20jähriges Jubiläum in Bonn

18.6.2018

Jedes Jahr tauschen Experten aus aller Welt beim International Radar Symposium IRS neueste Erkenntnisse der Radarforschung aus und erschließen die vielversprechende Technologie für moderne Anwendungen, z.B. für das autonome Fahren. 2018 feiert das von der deutschen Gesellschaft für Ortung und Navigation (DGON) und dem Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR organisierte Symposium sein zwanzigjähriges Jubiläum in Bonn. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Knott, dem Institutsleiter des Fraunhofer FHR, startet das viertägige Symposium am 19. Juni 2018 mit dem Besuch des Instituts in Wachtberg und seines weithin sichtbaren Weltraumbeobachtungsradars TIRA.

Radarforscher aus aller Welt besuchen am 19. Juni 2018 zum Auftakt des International Radar Symposiums IRS in Bonn Europas größtes Radarforschungsinstitut, das Fraunhofer FHR in Wachtberg mit seinem Weltraumbeobachtungsradar TIRA.
© Fraunhofer FHR

Radarforscher aus aller Welt besuchen am 19. Juni 2018 zum Auftakt des International Radar Symposiums IRS in Bonn Europas größtes Radarforschungsinstitut, das Fraunhofer FHR in Wachtberg mit seinem Weltraumbeobachtungsradar TIRA.

Wie mit immer kleineren Radarmodulen, wie diesem MIMO-Radar des Fraunhofer FHR, die Umgebung dreidmensional in hoher Auflösung erfasst werden kann, ist nur eines der vielen Forschungsfelder, die beim International Radar Symposium IRS vom 19.-22. Juni 2018 in Bonn diskutiert werden.
© Fraunhofer FHR

Wie mit immer kleineren Radarmodulen, wie diesem MIMO-Radar des Fraunhofer FHR, die Umgebung dreidmensional in hoher Auflösung erfasst werden kann, ist nur eines der vielen Forschungsfelder, die beim International Radar Symposium IRS vom 19.-22. Juni 2018 in Bonn diskutiert werden.

Radarsysteme können kleinste Bewegungen auch in großer Ferne und bei schlechten Sichtverhältnissen schnell und zuverlässig detektieren. Sie sind daher prädestiniert, um z. B. im Straßen-, Schiffs- und Luftverkehr, der Produktion oder beim Schutz von Mensch und Infrastruktur für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Radarforschung macht die komplexen Systeme immer kleiner, leichter und effizienter hinsichtlich Kosten und anderer Ressourcen wie Energiebedarf, Rechner- und Speicherleistung. Auch immer intelligentere Sensoren, die sich selbst an die jeweilige Aufgabe anpassen und so den Anwender entlasten, sind Teil aktueller Forschungsarbeiten.

Beim International Radar Symposium vom 19. bis 22. Juni 2018 werden rund 300 Wissenschaftler in über 150 Beiträgen und einer technischen Ausstellung sowohl über die komplexe Technologie als auch die damit möglichen Anwendungen diskutieren. Auf der Agenda stehen u.a. neue Techniken der Signal- und Datenverarbeitung. Auch Passivradar, das selbst keine Signale aussendet, sondern die Reflexionen bereits vorhandener Signalquellen wie z.B. TV oder Mobilfunksender nutzt, kognitives Radar und neue Methoden der Signalerzeugung für eine exakte und effektive Steuerung der Systeme bilden Schwerpunkte der Vorträge.

Wie die neuen Radar-Techniken z. B. die Detektion von Drohnen und die Flugverkehrskontrolle verbessern können oder in der Meteorologie frühzeitig und zuverlässig vor Unwettern warnen können, werden ebenso Themen des Symposiums sein, wie ihr Einsatz für zuverlässigere Fahrerassistenzsysteme. Viele technischen Trends erfordern immer exaktere und intelligentere Sensorsysteme wodurch auch die Radar-Technik sowohl für militärische als auch zivile Aufgaben an Bedeutung gewinnt. Die Forscher am Fraunhofer FHR und weltweit wollen sie für Unternehmen, Organisationen und damit auch die Endanwender noch besser nutzbar machen. Deshalb steht bereits jetzt der Termin für das nächste International Radar Symposium fest: Es wird vom 26.-28. Juni 2019 in Ulm stattfinden.