Jahresbericht 2020

Vorwort zum Jahresbericht 2020

© Fraunhofer FHR / Uwe Bellhäuser

Liebe Freunde und Partner des Fraunhofer FHR,
liebe Leserinnen und Leser,

Anfang des Jahres 2020 blickten wir erwartungsvoll auf einen prall gefüllten Terminkalender voller internationaler Messen und Konferenzen, unserem 10. Wachtberg-Forum und einen groß geplanten Tag der offenen Tür. Corona hat diese Pläne durchkreuzt und wir mussten neu planen: In Rekordzeit wurden für einen Großteil unserer Mitarbeitenden die Voraussetzungen für Home-Office geschaffen, Veranstaltungen auf digital umgestellt und neue Wege gefunden, mit Kunden und  Mitarbeitenden in Kontakt zu bleiben.

Obwohl einzelne Aufträge weggebrochen sind, ist es uns gelungen, unsere Forschungsarbeiten und unsere Projekte ohne größere Abstriche umzusetzen. Dies zeigt sich z. B. in der Übergabe des neuen Weltraumüberwachungsradars GESTRA an das deutsche Weltraumlagezentrum - nach fünfjähriger Entwicklungszeit und mit einem Auftragsvolumen von rund 42 Millionen Euro. Im Juli wurde GESTRA nach Koblenz transportiert, im Oktober erfolgte die feierliche Einweihung. Mehr zu dieser logistischen Meisterleistung und dem Festakt mit hochkarätigen Vertretern aus Forschung, Wissenschaft, Verteidigung und Politik finden Sie hier.

Unsere neuen digitalen Formate haben sich erfolgreich entwickelt, wie die Online-Vortragsreihe »Radar in Aktion«, in der unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anwendungsnah neueste Forschungsergebnisse des Instituts präsentieren. Die halbstündigen Vorträge mit Demonstration und Diskussion in Deutsch und Englisch stoßen auf großes Interesse in Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Regelmäßig sind über 100 Teilnehmende aus aller Welt dabei.

Planmäßig gemeistert, trotz Corona, haben wir auch den Einzug in »Villip 2«. Das neue Gebäude am Standort Villip wurde im Juni fertiggestellt und mit unserem abteilungsübergreifenden »Think-Tank Signalverarbeitung« bezogen. Das Institut setzt sein Wachstum fort und die neuen Räumlichkeiten bieten dafür moderne Büros und Labore. In der großen Halle sind unter anderem drei neue, durch Fördermittel der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland FMD finanzierte, 3D-Drucker untergebracht. Damit setzten wir im Bereich der additiven Fertigung neue Maßstäbe.

Ganzjährig haben wir unsere Expertise auf vielen internationalen digitalen Messen und Konferenzen vorgestellt und uns in den großen Ingenieursverbänden der Welt mit der Wissenschaftscommunity ausgetauscht. Die Exzellenz unserer Forschungsarbeiten bestätigen auch unsere Auszeichnungen. So erhielt z. B. dieses Jahr Dr. Philipp Wojaczek den Robert T. Hill Best Dissertation Award der IEEE Aerospace and Electronics Systems Society (AESS) - seine Arbeit ist unter anderem in den Projekten »Passiv Radar« und »Vernetzte HF-Sensorik - Schlüsseltechnologie für FCAS und MGCS« (siehe hier) relevant.

Wir wünschen eine interessante Lektüre!