Jahresbericht 2018

Internationales Radar Symposium IRS feiert 20-jähriges Jubiläum in Bonn

Jedes Jahr tauschen Experten aus aller Welt beim International Radar Symposium IRS neueste Erkenntnisse der Radarforschung aus und erschließen die vielversprechende Technologie für moderne Anwendungen.

Anlässlich des 20. International Radar Symposium (IRS) in Bonn besuchten die Teilnehmer auch das Weltraumbeobachtungsradar TIRA des Fraunhofer FHR in Wachtberg.
© Fraunhofer FHR/Vollrath

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Anlässlich des 20. International Radar Symposium (IRS) in Bonn besuchten die Teilnehmer auch das Weltraumbeobachtungsradar TIRA des Fraunhofer FHR in Wachtberg.

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2018 feierte das von der deutschen Gesellschaft für Ortung und Navigation (DGON) und dem Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR organisierte Symposium sein zwanzigjähriges Jubiläum in Bonn. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Knott, dem Institutsleiter des Fraunhofer FHR, startete das viertägige Symposium am 19. Juni 2018 mit dem Besuch des Instituts in Wachtberg und seines weithin sichtbaren Weltraumbeobachtungsradars TIRA.

Radarsysteme können kleinste Bewegungen auch in großer Ferne und bei schlechten Sichtverhältnissen schnell und zuverlässig detektieren. Sie sind daher prädestiniert, um z. B. im Straßen-, Schiffs- und Luftverkehr, der Produktion oder beim Schutz von Mensch und Infrastruktur für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Radarforschung macht die komplexen Systeme immer kleiner, leichter und effizienter hinsichtlich Kosten und anderer Ressourcen wie  Energiebedarf, Rechner- und Speicherleistung. Auch immer intelligentere Sensoren, die sich selbst an die jeweilige Aufgabe anpassen und so den  Anwender entlasten, sind Teil aktueller Forschungsarbeiten.

Beim International Radar Symposium vom 19. bis 22. Juni 2018 diskutierten rund 300 Wissenschaftlerinnen und WIssenschaftler in über 150 Beiträgen  und einer technischen Ausstellung sowohl über die komplexe Technologie als auch die damit möglichen Anwendungen. Auf der Agenda standen u. a. neue Techniken der Signal- und Datenverarbeitung. Auch Passivradar, das selbst keine Signale aussendet, sondern die Reflexionen bereits vorhandener  Signalquellen wie z. B. TV- oder Mobilfunksender nutzt, kognitives Radar und neue Methoden der Signalerzeugung für eine exakte und effektive
Steuerung der Systeme bildeten Schwerpunkte der Vorträge.


Wie die neuen Radar-Techniken z. B. die Detektion von Drohnen und die Flugverkehrskontrolle verbessern können oder in der Meteorologie frühzeitig und zuverlässig vor Unwettern warnen können, waren ebenso Themen des Symposiums, wie ihr Einsatz für zuverlässigere Fahrerassistenzsysteme. Viele technische Trends erfordern immer exaktere und intelligentere Sensorsysteme wodurch auch die Radar-Technik sowohl für militärische als auch zivile  Aufgaben an Bedeutung gewinnt. Die Forscher am Fraunhofer FHR und weltweit wollen sie für Unternehmen, Organisationen und damit auch die  Endanwender noch besser nutzbar machen. Deshalb steht bereits der Termin für das nächste International Radar Symposium fest: Es wird vom 26. bis 28. Juni 2019 in Ulm stattfinden.

 

Christian-Hülsmeyer-Award für Professor Rohling

Als Auszeichnung für herausragenden Pioniergeist in der Radarforschung vergab das Programmkomitee des IRS auch 2018 den Christian-Hülsmeyer- Award. In diesem Jahr ehrte es den Mitbegründer des IRS, Prof. Dr. Hermann Rohling von der TU Hamburg-Harburg. Hervorgehoben wurden  insbesonder seine Arbeiten zu Design und Entwicklung von Radarsystemen, sein Engagement in der Lehre und seine Beiträge zur Vernetzung der Radar-Community, die sich nicht zuletzt durch sein großes Engagement für das IRS ausdrücken. Teilnehmer aus 38 Ländern wohnten der feierlichen Preisübergabe am 21. Juni 2018 im Rahmen des IRS bei.