Weltraumbeobachtungsradar im Bau

Im Jahr 1968 befand sich das Weltraumbeobachtungsradar TIRA mitten im Bau.

Institutsgeschichte

1955 (22.03.) Satzung der Gesellschaft zur Förderung der astrophysikalischen Forschung e. V.
1955 (09.12.) Erster Eintrag in das Vereinsregister unter diesem Namen, gegründet als Trägergesellschaft für das Institut für Radioastronomie
1957
Nach Gründung der Bundeswehr 1956 beginnt die Gesellschaft mit Forschungsarbeiten im Interesse der Landesverteidigung. Das neu gegründete Forschungsinstitut für Hochfrequenzphysik (FHP) wird in die Gesellschaft zur Förderung der astrophysikalischen Forschung e. V. eingebracht. Die Arbeitsräume befinden sich zunächst bei der Firma Telefunken in Bonn, danach im ehemaligen Hotel BELLEVUE in Rolandseck.
1963 Zwei Forschungsgruppen aus dem „Hahn-Meitner-Institut“ (HMI) und dem„Heinrich-Hertz-Institut“ (HHI) treten der Gesellschaft zur Förderung der astrophysikalischen Forschung e. V. bei und werden in das Forschungsinstitut für Funk undMathematik (FFM) umgewandelt. Das Forschungsinstitut für Hochfrequenzphysik (FHP) wird auf die Bundesliegenschaft in Wachtberg-Werthhoven verlegt.
1965 Das Institut für Radioastronomie scheidet aus der Gesellschaft aus.
1966 Der Bau des FHP-Ringbaues zur Aufnahme der Großradaranlage wird begonnen.
1967 Die Forschungsgruppe „Anthropotechnik und Flugmesstechnik“, seit 1965 an der TU Berlin tätig, wird dem FFM eingegliedert.
1969 Die Forschungsgruppe „Anthropotechnik und Flugmesstechnik“ wird aus dem FFM herausgelöst, das Forschungsinstitut für Anthropotechnik (FAT) gegründet.
1970 Die ersten Experimente mit der Großradaranlage werden durchgeführt.
1971 FHP und FFM werden gemäß Beschluss des Deutschen Bundestages als mit Großforschungseinrichtungen vergleichbar anerkannt. Die Verwaltungstätigkeiten der Gesellschaft und ihrer Institute werden in den Zentralen Diensten (ZD) zusammen gefasst. Die seit 1964 an der Universität in Karlsruhe am Institut für Nach­richtenverarbeitung arbeitende Forschungsgruppe wird dem FFM als selbstständige Forschungsgruppe für Informationsverarbeitung und Mustererkennung angegliedert.
1973 Die Arbeitsgruppe des Astronomischen Instituts der Universität Tübin­gen, die seit 1959 Grundlagenforschung und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Optik betreibt, wird als Forschungsinstitut für Optik (FfO) übernommen. Das FfO wird im Schloss Kressbach in Tübingen untergebracht.
1974 Die Forschungsgruppe für Informationsverarbeitung und Mustererken­nung wird aus dem FFM herausgelöst und in das selbstständige For­schungsinstitut für Informationsverarbeitung und Mustererkennung (FIM) umbenannt. Das FIM erhält seinen Standort in Ettlingen bei Karlsruhe.
1975 Die Eloka-Arbeitsgruppe wird aus dem FHP herausgelöst und in Institut für Fernmeldetechnik und Elektronik (IFE) umbenannt.
1975 (08.09) Die Gesellschaft zur Förderung der astrophysikalischen Forschung e. V. wird in Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissen­schaften e. V. (FGAN) umbenannt.
1978 Die beiden Forschungsinstitute für Funk und Mathematik (FFM) und für Anthropotechnik (FAT) werden in einem neu erbauten Gebäude auf der Liegenschaft in Wachtberg-Werthhoven untergebracht.
1994 Die FGAN erstellt das neue Strukturkonzept „FGAN 2000“, das in den Folgejahren umgesetzt wird. Kernpunkt ist die Reduzierung der Zahl der Institute von sechs auf drei mit den Arbeitsgebieten Radar, Optronik sowie Füh­rungssysteme und Kommunikation.
1996 Auflösung des Forschungsinstituts für Anthropotechnik (FAT) und Integration in das Forschungsinstitut für Funk und Mathematik (FFM) als erste wesentliche Maßnahme von FGAN 2000.
1997 Zum Standort für das zukünftige „Optronik-Institut“ wird die ehemalige Rheinland-Kaserne in Ettlingen bestimmt.
1999 Das Institut für Fernmeldetechnik und Elektronik (IFE) wird in das Institut für Funk und Mathematik (FFM) integriert. Die Abteilung „Elektronik“ des FFM wird in das FHP überführt. Die Institute FfO und FIM werden organisatorisch, an getrennten Standorten, zusammengefasst.
1999 (01.04.) Die Reorganisation der Institutsstruktur der FGAN ist abgeschlossen. Die drei Institute tragen die Bezeichnungen „Forschungsinstitut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR)“, „Forschungsinstitut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE)“ und „Forschungsinstitut für Optronik und Mustererkennung (FOM)“. Die Verwaltungsaktivitäten werden wie bisher in der Zentralen Verwaltung der FGAN ausgeführt.
2000 Der Umzug des FOM in die (ehemalige) Rheinland-Kaserne in Ettlingen ist abgeschlossen.
2003 Prof. Dr.-Ing. Joachim Ender wird Institutsleiter des FHR.
2007
Die FGAN feiert "50 Jahre Forschung für Verteidigung und Sicherheit".
2009 (17.08.)
Mit Wirkung vom 17. August ist die Forschungsgesellschaft für AngewandteNaturwissenschaften (FGAN) in die Fraunhofer-Gesellschaft integriertworden. Die drei Institute der FGAN sind damit Fraunhofer-Institute.
2011
(15.12.)
Prof. Dr. Joachim Ender wird Universitätsprofessor an der Universität Siegen und bekleidet dort den Lehrstuhl für Hochfrequenzsensorik und Radarverfahren.
2014
Erneuerung des Radoms des Weltraumbeobachtungsradars TIRA.
2016
Neue Institutsleitung: Dr. Peter Knott und Prof. Dirk Heberling leiten gemeinsam das Fraunhofer FHR