3D-Radarabbildung der Innenstadt von Karlsruhe. Die Höhen sind farblich kodiert.

Kernkompetenzen

Signalverarbeitung und Bildgebung

Die Kernkompetenz Signalverarbeitung und Bildgebung befasst sich mit der Entwicklung und Herleitung geeigneter und optimaler Signalprozessierungsmethoden für stationäre, luftgetragene und raumgestützte Radare. Diese entwickelten hoch komplexen Algorithmen werden für die unterschiedlichsten Radartypen und Anwendungen angepasst. Eine große Rolle spielen dabei Algorithmen für mehrkanalige Radarsysteme, da diese zunehmend in aktuellen und zukünftigen Systemen eingesetzt werden. Radarsysteme können in mehrere Klassen aufgeteilt werden, wobei die abbildenden Radare am Fraunhofer FHR eine hohe Bedeutung haben. Dabei nimmt das Institut eine Spitzenstellung auf den Gebieten des höchstauflösenden SAR, des interferometrischen SAR, des bi- und multistatischen SAR, des MIMO-SAR (Multiple-Input Multiple-Output) und der Abbildung bewegter Objekte (ISAR, Inverse SAR) ein. Auch auf dem Forschungsgebiet der Überwachungsradare ist das Fraunhofer FHR Weltspitze in den Bereichen Bewegtzielentdeckung (MTI, Moving Target Indication) und Störunterdrückung. Ebenso mischt das Fraunhofer FHR im Fachgebiet Passivradar im Bereich Detektion kleiner Flugzeuge (UL, Ultra-Light) mittels PCL-Technologie (Passive Coherent Location) an der Weltspitze mit. Zudem war das Fraunhofer FHR in mehreren Bereichen weltweit Initiator und Trendsetter, z. B. auf dem Gebiet Compressive Sensing (CS) für Radar und auf dem Gebiet der Raum-Zeit adaptiven Prozessierung (STAP, Space Time Adaptive Processing).

 Insbesondere die Arbeiten des FHR auf dem Gebiet der mehrkanaligen fliegenden Radar-und SAR-Systeme zeichnen sich durch einen extrem hohen wissenschaftlichen Anspruch aus. Hier konnte das FHR seine in vielen Jahren erworbenen Kompetenzen der adaptiven Array-Signalverarbeitung mit denen des abbildenden Radars erfolgreich verbinden. Die raumzeitlichen Modellbildungen und daraus abgeleiteten Algorithmen verlangen einerseits ein hohes mathematisches Niveau, andererseits die Verbindung zu dem praktischen ingenieurwissenschaftlichen Umfeld. Die Arbeiten des FHR zu diesem Themenkomplex wurden in Büchern veröffentlicht sowie international vielfach anerkannt und prämiert.